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Am 8. Mai 2026 schlossen Nanjing Red Sun Co., Ltd. und die Sichuan Agricultural University (SAU) die formelle Übergabe des patentierten Bakterienisolats HS18-1 im Rahmen einer Zeremonie auf dem SAU-Campus in Chengdu ab. Die Veranstaltung lieferte das erste konkrete Ergebnis im Rahmen der strategischen Kooperationsvereinbarung zwischen Industrie und Wissenschaft, die beide Parteien Anfang April unterzeichnet hatten, und brachte den Übergang vom Vertrag zur Übertragung in etwas mehr als 30 Tagen.
An der Zeremonie nahmen der Parteisekretär und Vorsitzende der Red Sun, Yang Yi, der SAU-Parteisekretär Liu Dengcai und Vizepräsident Lu Yanli teil. Im Rahmen der exklusiven Lizenz erhielt die Sorte die kommerzielle Bezeichnung „Red Sun Subspecies“; sein offizieller wissenschaftlicher Name unterliegt weiterhin der Genehmigung durch die zuständigen nationalen Behörden.
Der kommerzielle Weg für HS18-1 dreht sich um die Isolierung der vom Stamm produzierten Polypeptidproteine, um als neuer Wirkstoff zu dienen. Sein insektizider Mechanismus basiert auf der Einnahme: Nach dem Verzehr durchquert das Protein den Mitteldarm des Insekts, bindet sich an spezifische Rezeptoren auf dem Darmepithel und löst eine tödliche Darmperforation aus. Da sich diese Wirkungsweise grundlegend von der herkömmlicher synthetischer Insektizide unterscheidet, behält das Protein seine Wirksamkeit auch gegen Schädlingspopulationen, die Resistenzen gegen bestehende chemische Bekämpfungsmittel entwickelt haben.
Vorläufige Labor- und Gewächshausuntersuchungen deuten darauf hin, dass das Protein gegen mehrere wirtschaftlich wichtige Schädlingsgruppen wirksam ist, darunter Spinnmilben (Tetranychus spp.), Blattläuse (Aphididae) und Schmetterlingsarten. Als natürlich gewonnenes Protein weist es keine Toxizität für Säugetiere auf und hinterlässt keine nachweisbaren Pestizidrückstände, was den Anforderungen des integrierten Schädlingsmanagements und der rückstandsfreien Produktion entspricht.
Ein vollständiges Registrierungsdossier wurde beim Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten (MARA) eingereicht. Die behördliche Genehmigung wird innerhalb von etwa 12 Monaten erwartet. Parallel dazu hat Red Sun in Xinjiang Demonstrationsprogramme im Feldmaßstab initiiert, die auf eine jährliche Förderfläche von 5 Millionen Mu (rund 333.000 Hektar) abzielen. Unternehmensvertreter stellten fest, dass die tatsächlichen Marktchancen dieses ursprüngliche Ziel übertreffen könnten.
Aus Kostensicht gibt Red Sun an, dass das neue Bioinsektizid die kombinierten Pestizid- und Anwendungskosten um 300–450 RMB pro Hektar und Saison im Vergleich zu Chlorantraniliprol-Suspensionskonzentrat, der derzeit dominierenden synthetischen Option, senken kann. Gleichzeitig kann es 30–50 % des Einsatzes chemischer Insektizide ersetzen, was sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Vorteile bringt.
Die Sicherung des HS18-1-Stammes stellt einen bewussten Schritt in der umfassenderen Umstellung von Red Sun hin zu einem dualen Portfolio synthetischer und biologischer Pflanzenschutzprodukte dar. Gleichzeitig treibt das Zentrale Forschungsinstitut des Unternehmens mehrere andere Projekte voran, darunter Formulierungen auf Polyoxinbasis. Darüber hinaus wurde seine Tochtergesellschaft Anhui Costar kürzlich von der staatlichen Steuerverwaltung als Musterbeispiel für steuerkonforme grüne Transformation hervorgehoben.
Am Rande der Übergabezeremonie diskutierten beide Seiten auch über nachgelagerte Kommerzialisierungsmechanismen und gemeinsame Talententwicklungsprogramme.